Unsere letzten zwei Wochen in Thailand haben wir in Chiang Rai verbracht. Wir haben die Zeit in erster Linie für unsere Reiseplanung und für unsere Persönlichkeitsentwicklung genutzt. Beim Reisen ist es uns wichtig, zwischendurch Pausen zu machen, Erlebnisse zu verarbeiten, Erfahrungen zu reflektieren und Gedanken aufzuschreiben. Beim Reisen geht es für uns nicht immer darum, möglichst viel vom Land zu sehen, sondern auch darum, die Menschen kennenzulernen, auf einheimischen Märkten einzukaufen und vor allem die innere Reise wahrzunehmen und sich weiter zu entwickeln.
Da für uns feststeht, auf unserer Reise Indien zu besuchen und wir einen Ashram kennenlernen möchten, haben wir den Kurs von Sadhguru „Inner Engeneering“ gemacht. Eine Woche haben wir jeden Tag ca. zwei Stunden eine Session gemacht. Wir haben uns mit der Atmung auseinandergesetzt, grundlegende Gesetzmäßigkeiten nochmal neu verstanden, unser Wissen teilweise vertieft und täglich meditiert. Diese kleine Reise hat uns beiden sehr gut getan und wir hatten viele Themen, die wir in diesen Tagen miteinander besprochen haben. In den zwei Wochen habe ich zusätzlich wieder mehr Yoga gemacht, was mir persönlich sehr gut tut. Und ich hab mir kleine Aquarellfarben und Papier besorgt, um wieder mehr zu malen. Das Malen führt bei mir dazu, dass ich meine Gedanken sortieren kann oder auch, dass ich ab und zu mal an gar nichts denke.
Burning Season und Smog
Ein Thema was uns nach wie vor sehr doll beschäftigt, ist die Smogsituation in Thailand. Momentan ist die Luft gesundheitsschädlich, begünstigt durch all die brennenden Felder, kaum Wind, fehlende Filter im Straßenverkehr und durch fehlenden Regen. Die Sicht beschränkt sich inzwischen nur noch auf ein paar wenige Kilometer, die nahen Berge erkennt man nur noch schemenhaft und der Himmel ist mehr grau als blau, obwohl nicht eine einzige Wolke am Himmel ist. Diese Saison ist in Südostasien bekannt und wird wahrscheinlich erst mit dem kommenden Monsun wieder besser. Ich finde die Situation sehr grenzwertig – auch zum Reisen.
Tempel in Chiang Rai
In Chiang Rai haben wir zwei große Tempel besucht. Der blaue Tempel war von unserem Hostel aus zu Fuß erreichbar. Er sah wunderschön aus und war sehr kunstvoll gebaut. Etwas schade fanden wir, dass die Atmosphäre durch all die Touristen nicht mehr so schön war.
Der weiße Tempel liegt etwas südlich in Chiang Rai. Wir sind mit einem kleinen Stadtbus vom Busterminal für je 0,70€ dort hin gefahren. Der weiße Tempel ist vor allem ein sehr kunstvoller Tempel und dadurch extrem eindrucksvoll. Ein Besuch lohnt sich definitiv.

In Chiang Rai gibt es des Weiteren noch mehrere kleine hübsche Tempel, die ebenfalls sehr sehenswert sind.
Nachtmärkte
In Chiang Rai waren wir auf drei Nachtmärkten. Einer fand am Samstagabend statt, der zweite am Sonntagabend und dann gibt es noch den Nachtbasar, der täglich abends stattfindet. Auf den Märkten gibt es hauptsächlich Essen und Kleidung und teilweise auch Live-Musik.
Vegan in Chiang Rai?
In Chiang Rai hab ich persönlich nicht wirklich viel veganes Essen gefunden. Es gibt hier hauptsächlich thailändische Küche, die kaum vegane Speisen anbietet. Wir haben hauptsächlich selbst gekocht, was echt gut funktioniert hat und auf alle Fälle günstiger ist, aber eher unüblich in Thailand ist.
Unser Hostel
Unser Hostel „Stay In“ lag nah am Stadtzentrum und hat uns sehr gut gefallen. Es gab jeden Morgen Frühstück und kleine selbstgemachte thailändische Spezialitäten, selbstgemachte Marmeladen und Obst. Wir durften hier kochen, es gab sogar Netflix, einige Reiseführer und Bücher zum Lesen und wir konnten hier auch unsere Tickets für unsere Weiterreise nach Laos kaufen.
Geld wechseln
Da wir in Laos Dollar brauchen würden, tauschten wir in Chiang Rai Euros in Dollar. Wo genau das geht, wussten wir erst gar nicht, da man auch nirgends eine Information dazu erhalten konnte. Uns war klar, dass es eine Bank geben musste, die Währungen wechselt. Aber erst die dritte Bank, wechselte überhaupt Geld. Allerdings wurden unsere Euros erst in Baht umgerechnet und dann in Dollar, sodass man so wahrscheinlich etwas mehr Verlust macht. Dennoch kann ich hier die „Bangkok Bank” empfehlen.
Fazit zu Thailand
Thailand hat viele schöne aber auch weniger schöne Seiten. Unschön ist all der Müll, der hohe Plastikverbrauch, die Armut, teilweise die Tierhaltung und der Smog. Es fehlt an vielen Ecken und Enden, aber dennoch waren die Menschen immer freundlich und hilfsbereit. Vor allem die wunderschöne Natur, all die Wasserfälle, die traumhaften Strände und Buchten, der Dschungel und die Tiere haben einen besonderen Eindruck bei uns hinterlassen. Ich bin mir sicher, dass ich hier nicht das letzte Mal war, aber ich würde definitiv ein anderes Zeitfenster im Jahr wählen, um nochmal einen anderen Eindruck vom Land zu erhalten.
Alles Liebe!
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